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Volker Brokop, Wuppertal

 

Bemerkungen  -  Meinungen  -  Kommentare


Bei den hier zusammengestellten Texten handelt es sich um zeitlich ungeordnet
aufgeführte Leserbriefe, Forenbeiträge und Bemerkungen zum Zeitgeschehen
aus den Jahren 1998-2017. Diese Seite wird regelmäßig durch weitere Texte
ergänzt.

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Inhalt:

  Leserbrief zu einem Artikel der Osterausgabe der Wuppertaler Rundschau v. 15.04.2017

   Leserbrief zum Thema "Ursachen für den Werteverfall" (August 2014)

  Leserbrief zur Schließung der "Alten Kirche Wupperfeld" (Mai 2014)

 Bemerkung zur sogenannten Kunstaktion "Talpassion" (April 2014)

 Zwei Leserbriefe: "Ethische Dimensionen" (Juni 2013) und "Esoterischer Humbug" (Januar 2014)

 Bemerkung zur sogenannten Beschneidungsdebatte (November 2013)

 Von einigen Folgen des "Magischen Denkens" - ein Wuppertaler Mordprozess als Beispiel (September 2013)

 Wuppertal macht was anders? - Bemerkung zu den Themen Wuppertaler Stadtmarketing und Theaterpädagogik (August 2013)

 Auf ein Wort - Leserbrief zu Ratzingers Rücktritt (Februar 2013)

 Gott im Gehirn? (Januar 2012)

 Offener Brief zu einer von mir ausgelösten Leserbriefdiskussion in der Wuppertaler Rundschau (Januar 2012)

 Prophetisch-mathematischer Gottesbeweis? (Januar 2012)

 Leserbriefdiskussion zum Thema "Strategien der Evolution" (Januar 2012)

 Leserbrief zu untenstehender Bemerkung "Auf ein Wort" (Dezember 2011)

 Auf ein Wort! - Oder: Auf Darwins Spuren (Dezember 2011)

 Ethische Grundlagen meiner Lebensführung (November 2008)

 Anselm Grün und die "Innere Quelle" (Oktober 2011)

 Der Antichrist im Karnevalskostüm - Bemerkung zum Papstbesuch in Deutschland (September 2011)

 Leserbrief zum Bio-Eier Skandal (November 2008)

 Leserbrief: Baumvernichtung in Wuppertal (2007)

 Frauen und Männer - Männer und Frauen  -  Bemerkung zum Weltmännertag (Oktober 2007)

 Mit Moses gegen die Humanität (August 2005)

  Leserbrief zu: Tauben in unseren Städten (März 2004)

  Kardinal Meisner und die Abtreibung (Oktober 2003)

  Eklatante Widersprüche in der deutschen Außenpolitik (Dezember 2002)

  Randbemerkungen

 


Meinem Eindruck nach lässt sich die Rundschau alle Jahre wieder zu Ostern und Weihnachten
als Sprachrohr für kirchliche Interessen gebrauchen. Auf der Titelseite ein riesiger Artikel über
einen Mann, der zum Christentum konvertiert ist: Wo ist da das allgemeine Interesse? Empörend
aber stellvertretend für die beiden Großkirchen der Artikel von Bruno Kurth und Ilka Federschmidt,
der die systematische Verdummung der Kinder in christlichen Kindergärten, die selbstverständlich in
aller Regel zum allergrößten Teil staatlich finanziert werden, zum Thema hat. Auch Kinder haben das
Recht auf religiöse Bildung, ja und ganz unbedingt. Aber Kirchen und Religionsvertretern sollte endlich
und ein für alle Mal das staatlich sogar mit großem Aufwand geförderte Recht entzogen werden, Kinder
aufgrund falsch verstandener biblischer Mythen und Legenden in ihrem Sinne systematisch manipulieren
zu dürfen.

Inhaltlich merke ich an, dass Jesus der Legende nach ebensowenig "die Liebe zu den Menschen bringt", wie
der Osterhase die Ostereier. Jesus predigte dem Evangelium nach einen streng ethnozentrisch ausgerichteten
Absolutheits- und Ausschließlichkeitsanspruch, der bis heute bestens dazu geeignet ist, religiös motivieren
Wahrheitsfanatismus zu begründen. Wer also aus der literarischen Gestalt des Jesus aus Nazareth eine Art
sanftmütigen Schäfchenonkel bastelt, hat von der Radikalität seiner Ansichten nicht gerade viel verstanden.
Ich bin ganz entschieden dafür, die Bibel und auch den Koran sehr aufmerksam zu lesen und auch den jungen
Leuten – wenngleich nicht bereits lange vor religionsmündigem Alter, also keinesfalls in Kindergärten! – so nahe
zu bringen, dass sie in ihrer Urteilskraft gestärkt werden.

Aufklärung statt religiöse Verklärung sollte das Motto sein.

Inhalt


Leserbrief zum Thema "Ursache für den Werteverfall", erschienen am 16.08.2014


In einem Leserbrief zu einem Artikel zur Gründung der religionskritischen Gruppe "RiBeL -
Religionsfrei im Bergischen Land", wurde die Behauptung aufgestellt, dass "glaubenslose
Menschen eine der Hauptursachen für den Werteverfall in unserem Land"
darstellen.
Auch wurde behauptet, dass "Atheisten nur ihre eigenen Empfindungen als moralische
Richtlinien anerkennen"
würden. Zudem beruft sich die Leserbriefschreiberin auf die
jüdisch-christliche Bibel als Fundament ihrer Anschauungen und Überzeugungen.
Da solche auf grober Unkenntnis beruhenden und zudem gottlosen Menschen gegenüber
in fast schon diskreditierender Weise vorgebrachten Äußerungen nicht unwidersprochen
bleiben sollten, habe ich mir erlaubt, mit der folgenden Bemerkung darauf zu antworten,
welche unter dem Titel "Nur dank der Aufklärung" veröffentlicht wurde.
Leider hat sich die Redaktion der Wuppertaler Rundschau nicht getraut, meine sehr
wichtigen Aussagen zum Thema "Kirche und Nationalsozialismus" zu übernehmen, da auch
darauf Bezug genommen wurde; diesen Satz stelle ich dem eigentlichen Leserbrief deshalb
voran, er lautet:

"Und da Sie den Nationalsozialismus erwähnen, es waren nicht Atheisten, die in
vielen Hirtenbriefen die deutschen Soldaten in die Schlacht getrieben haben; es
waren nicht Atheisten, sondern Bischöfe und Kardinäle, die stets mit Berufung auf
die Bibel durch permanente Kriegshetze und Vergöttlichung der Person Adolf Hitlers
jeden möglichen pazifistischen Widerstand moralisch unterbunden haben."



Liebe Frau ***,
die Behauptung, dass gottlose Menschen nur eigene moralische Richtlinien anerkennen,
ist schlichtweg falsch. Richtig dagegen ist, dass wir zur Begründung von Werten keinerlei
objektive Kategorien zur Verfügung haben, so dass bestimmte überkommene Werte
durchaus in Frage gestellt werden können, zumal wenn sie theologisch oder religiös,
letztlich also vollkommen beliebig, begründet werden.
Die jüdisch-christliche Bibel, die Sie erwähnen, dient zu unserem Glück nicht als Fundament
der Wertebegründung in unserer Kultur, da nicht nur das Mosaische Gesetz viele Vorschriften
enthält, die mit unserer Vorstellung von Humanität und Menschenrechten in keiner Weise in
Übereinstimmung gebracht werden können.
Bei allem Respekt vor dem christlichen Liebesethos waren es stets Christen selber, die diesem
Ethos über mindestens 1200 Jahre hinweg nicht entsprochen haben. Wir dürfen in diesem
Zusammenhang nicht vergessen, dass es ein so genanntes "gemäßigtes" Christentum nur
deshalb gibt, weil zumindest unsere westliche Kultur die Durchsetzung religiöser
Machtansprüche mit den Mitteln der Gewalt nicht mehr zulässt.
Diese sehr kostbare Errungenschaft verdankt sich im Wesentlichen der Aufklärung und des
sehr langwierigen Prozesses der zunehmenden Säkularisierung unserer Kultur.

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Leserbrief zur Schließung der "Alten Kirche Wupperfeld"

In einem Artikel der Wuppertaler Rundschau zur Schließung der Alten Kirche Wupperfeld wird
Pfarrer Niemietz zitiert mit den Worten: "Kann oder will uns Gott nicht helfen?" - Auf diese
in meinen Augen sehr bedenkliche Aussage habe ich mit dem folgenden Leserbrief geantwortet,
der in der Ausgabe vom 24.05.2014 veröffentlicht wurde:

Hat Herr Niemietz seine Aussage "Kann oder will uns Gott nicht helfen?" wirklich ernst gemeint?
Jedes Jahr sterben rund 50 Millionen Menschen an Hunger, darunter rund 15 Millionen Kinder.
Jedes Jahr kommen ungezählte Opfer bei Naturkatastrophen ums Leben; mehr als zwei Drittel
der Weltbevölkerung hat im Grunde keine Ahnung, wovon sie eigentlich leben soll, wogegen das
andere Drittel am eigenen Überfluss fast erstickt. Aber natürlich gibt es einen Gott, der sich
ausgerechnet dafür interessiert, ob eine Wuppertaler Kirche erhalten werden kann oder nicht.
Mich wundert es nicht, dass Pfarrer und Pastoren sich mit der Beibehaltung eines solchen zutiefst
unglaubwürdigen und im Grunde infantilen Gottesbildes ihre Kirchen immer weiter leer predigen.
Würde man sich kirchlicherseits um eine aufgeklärte Form von Religion, und darüber hinaus vor
allem um eine faire Verteilung der immensen Kirchenvermögen bemühen, müsste man nicht so viele
Kirchengebäude schließen. So einfach wäre das Problem zu lösen.

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Bemerkung zur sogenannten Kunstaktion "Talpassion"

Seit einiger Zeit findet in Wuppertal Elberfeld die Aktion  Talpassion  statt. Dass Kirchen und
religiöse Gemeinschaften selbstverständlich in der Öffentlichkeit für ihren Glauben werben
dürfen, steht außer Frage. Wie aber ist es zu bewerten, dass zwei der Plakate an der Rückseite
des Elberfelder Rathauses angebracht wurden?
Zumal in einem Artikel der  Katholischen Citykirche  zu lesen ist, dass das Anbringen der Plakate
sowohl an dem Gebäude der Deutschen Bank, als auch an dem des Finanzamtes, mit dem Hinweis
auf das aus Art. 4 GG abgeleiteten Neutralitätsgebot nicht genehmigt wurde. Dass man sich
ausgerechnet im Elberfelder Verwaltungshaus solche Gedanken offenbar gar nicht erst gemacht
hat, sollte mit einiger Sorge betrachtet werden.
Nun ist das Anbringen religiöser Symbole im öffentlichen Raum rein rechtlich schwer zu bewerten.
Klar aber ist, dass religiöse Missionierung in keiner Form von staatlicher Seite aktiv gefördert werden
sollte. Dass es bei der Aktion Talpassion eben nicht vorwiegend um Kunst, oder um die Bedeutung
der Religion in der Kunst, sondern um religiöse Propaganda christlicher Prägung geht, ergibt sich
eindeutig aus o.g. Artikel, in welchem Pastoralreferent Dr. Werner Kleine erklärt: "Der Kreuzweg
Jesu ist somit zurück auf der Straße. Da wo er hingehört."
Mögen gläubige Menschen oder Gemeinschaften ihren Glauben auf die Straße tragen, dagegen ist
nichts einzuwenden. Wie aber kann von einer verfassungsrechtlich zugesicherten Trennung von Staat
und Kirche in einem zumindest weitestgehend säkularisierten Staat die Rede sein, wenn öffentliche
Gebäude der Stadtverwaltung für religiöse Propaganda zur Verfügung gestellt werden? Darüber sollten
die in der Stadtverwaltung Wuppertal arbeitenden Menschen vielleicht einmal gründlich nachdenken.

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Leserbrief: Ethische Dimensionen

Erfreut nehme ich zur Kenntnis, dass das Thema Tierschutz immer wieder in einigen Leserbriefen
Ausdruck findet. Was aber fehlt, ist eine angemessene Beschreibung der tieferen Zusammenhänge.
Das Problem besteht darin, dass es in unserer Kultur keinerlei Ethik gibt, die uns dazu bestimmen
könnte, möglichst achtsam mit möglichst allen Lebewesen umzugehen. Bis heute gibt es in Indien
das wesentlich religiös begründete Ahimsa, das Prinzip des Nicht-Verletzens, welches ausdrücklich
die Tiere mit einschließt. In unserer Gesellschaft ist die Begründung einer Kultur, welche etwa die
künstliche Trennung zwischen sogenannten Nutztieren und Liebhabertieren für ethisch unzulässig
erklärt, unter christlich-anthropozentrischen Voraussetzungen absolut undenkbar, obwohl wir im
Erbe Arthur Schopenhauers und Albert Schweitzers geistig und auch religiös bestens darauf
vorbereitet sein könnten. Wir aber delegieren den Tierschutz einzig auf die Ebene moralischer
Appelle, oder an die Justizbehörden bei erwiesener und als vermeidbar erachteter Tierquälerei.
Wobei natürlich wir selber praktischerweise die rechtlichen Standards setzen, was als vermeidbar
zu gelten hat, und was nicht. Dass ein echtes Wertebewußtsein auf diese Weise nicht gedeihen
kann ist klar, denn ein solches kann nur dann entstehen, wenn das sogenannte Gute, egal ob im
Umgang mit den Tieren oder zwischenmenschlich, sich nicht auf der äußerlichen Ebene moralischer
Appelle etablieren soll, sondern als innere Notwendigkeit in uns selber erscheint.

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Leserbrief: Esoterischer Humbug

In der Ausgabe vom 8.01. ist ein Hinweis zu einer in der Rathaus Galerie ihre zweifelhaften Dienste
anbietenden vermeintlichen "Wahrsagerin" abgedruckt. Leider wird darin nicht deutlich gemacht,
dass solche Dinge allenfalls als
kleiner Jahrmarktsspaß eine gewisse Aufmerksamkeit verdienen. In
dem Text heißt es nämlich, dass die Frau u.a. mit
Hilfe von „seherischen Fähigkeiten“ Auskünfte
erteilt. Dabei weiß jeder, der nachdenken kann, dass es keine Menschen
mit seherischen oder gar
hellseherischen Fähigkeiten gibt.
Wie sonst wäre es zu erklären, dass solche angeblichen
Fähigkeiten immer wieder vollständig und
ausnahmslos versagen, wenn sie unter wissenschaftlichen Voraussetzungen
in Doppelblindstudien
getestet werden?
Auch wird der satirische Gehalt nicht deutlich genug betont, wenn diese Frau
zum Besten gibt, was
sie bezüglich der Sperrung der B7 „erkannt“ haben will, handelt es sich doch um die üblichen ganz
allgemeinen und ziemlich schwammigen Aussagen im Stile von "auf Sonnenschein folgt Regen, und
auf den Regen wird
Sonnenschein folgen".
Um darauf zu kommen, muss man wahrlich kein Hellseher sein.
Leider gibt es nach wie vor nicht
wenige Menschen, die jeglichem esoterischem und abergläubigem
Humbug tatsächlich Glauben schenken; eben deshalb
sollte man solche Auftritte von angeblichen
Hellsehern generell eher auf die Kirmes verlegen, anstatt sie als tatsächlich
ernstzunehmende
Veranstaltungen anzukündigen.

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Bemerkung zur sogenannten Beschneidungsdebatte (November 2013)

Sowohl im Haus der Jugend in Barmen, als auch in der Stadtbibliothek Elberfeld liegen Ausgaben des
Magazins der  Katholischen Citykirche  Wuppertal mit dem Titel  Logisch!  aus. Neulich entdeckte ich
in einer älteren Ausgabe des Monats Oktober 2012 zwei Artikel zur in der Öffentlichkeit leider längst
wieder abgeklungenen Debatte um die Beschneidung von kleinen Jungen aus religiösen Gründen. Der
Debatte zugrunde liegt ein absoluter und prinzipiell unüberbrückbarer Widerspruch zwischen Artikel 2
Abs. 2 GG – dem lediglich durch medizinische Gründe eingeschränkten Recht auf Leben und körperliche
Unversehrtheit – und der hier in Deutschland viel zu lange schon von Politik und Justiz stillschweigend
geduldeten Praxis der Beschneidung als religiösem Ritual, aus nichtmedizinischen Gründen also.
Ausgelöst wurde die Beschneidungsdebatte durch ein Urteil des Kölner Landgerichtes v. 7.05.2012,
laut welchem das Recht eines Kindes auf körperliche Unversehrtheit, in völliger Übereinstimmung mit
Art. 2 Abs. 2 GG, höher bewertet wird, als das Erziehungsrecht der Eltern und deren Grundrecht auf
freie Religionsausübung. In dem o.g. Artikel ist zu diesem Thema u.a. eine Bemerkung von Erol Celik,
dem Vorsitzenden eines türkischen Kulturvereins abgedruckt. Doch bereits die ersten beiden Sätze
seines Artikels verdeutlichen, dass Herr Celik die Tragweite des Problems weder erfasst, geschweige
denn wirklich verstanden hat, indem er fälschlicherweise meint, "dass die Tradition der Beschneidung
ein Akt der freien Religionsausübung"
sei, und dieses, wie er wörtlich äußert, "nur die Betroffenen
etwas angehe"
.
Darüber hinaus stellt Herr Celik in seinem Artikel erschreckenderweise sogar grundsätzlich die Frage,
"mit welchem Recht in der Öffentlichkeit kontrovers über dieses Thema debattiert wird"
, womit er
das in diesem Land geltende Recht auf  freie Meinungsäußerung offenbar in Frage stellt, bzw. durch
religiöse Denktabus eingeschränkt sehen möchte, womit er einen sehr wichtigen Grundwert unserer
Kultur angreift.

Die Antwort auf Herrn Celiks Frage findet sich in Art. 137 Abs. 3 WRV als Bestandteil von Art. 140 GG:
"Jede Religionsgesellschaft ordnet und verwaltet ihre Angelegenheiten selbständig innerhalb der
Schranken des für alle geltenden Gesetzes." -
Dementsprechend also ist Herrn Celiks teilweise sehr
bedenklichen Äußerungen in aller Deutlichkeit entgegenzuhalten, dass wir hier in Deutschland in einer
Kultur leben, in welcher Kinder nicht als reines Privateigentum ihrer Eltern betrachtet werden, sondern
als schützenswerte Individuen, die uneingeschränkt unter dem Schutz des Grundgesetzes stehen.
Ausnahmen dieses Schutzes wiederum sind durch entsprechende Ausnahmeregelungen gesetzlich
geregelt.
Wie in unserer Gesellschaft mit Kindern umgegangen werden darf, ist ausdrücklich nicht ausschließlich
elterlicher Fürsorge oder Willkür überlassen; selbst dann nicht, wenn althergebrachte religiöse Rituale
oder Traditionen davon berührt werden! Im Gegensatz zu Herrn Celik bin ich sehr glücklich darüber, in
einem Land zu leben, in welchem es ausdrücklich erlaubt ist, öffentlich über religiöse Traditionen und
Rituale zu debattieren und sie unter Umständen auch in Frage zu stellen.
Und entgegen Herrn Celiks ebenfalls in o.g. Artikel geäußerter Sorge, die Religion könne "zum Spielball
gesellschaftlicher Strömungen und damit ihrer Kraft beraubt"
werden, geht es in Wirklichkeit darum,
dass wir unter keinen Umständen zuglassen dürfen, dass sehr wertvolle zivilisatorische und kulturelle
Errungenschaften von der Beliebigkeit religiöser Traditionen untergraben werden dürfen! Es geht aber
über das Recht auf körperliche Unversehrtheit hinaus um wesentlich mehr, denn entsprechend Art. 4
Abs. 1 GG, auf welchen Herr Celik sich bezieht, wenn er das ebenfalls sehr kostbare und unbedingt zu
erhaltende Recht auf freie Religionsausübung betont, ist die uneingeschränkte Freiheit des religiösen
und weltanschaulichen Bekenntnisses unverletzlich. In Übereinstimmung mit §5 des "Gesetzes über
religiöse Kindererziehung" bedeutet dies, dass in Deutschland für Jugendliche ab dem 14. Lebensjahr
das uneingeschränkte Recht auf freie Religionswahl, und darüber hinaus ausdrücklich auch auf das
Recht auf Freiheit von Religion besteht!

Dieser sehr wichtige Aspekt ist meinem Eindruck nach in der öffentlichen Debatte oftmals viel zu kurz
gekommen, denn es verbindet sich damit unweigerlich die Frage, wie die frühkindliche Beschneidung,
als nicht wieder rückgängig zu machendes Zugehörigkeitsmerkmal zur jüdischen oder muslimischen
Religionsgemeinschaft, mit diesen sehr wichtigen Gesetzen in Übereinstimmung gebracht werden soll.
Des Weiteren möchte ich dazu anregen, darüber nachzudenken, ob es tatsächlich eine unzulässige
Zumutung darstellt, von religiösen Gemeinschaften zu erwarten, dass sie die Sinnhaftigkeit, oder auch
Unsinnigkeit, ihrer tradierten Rituale kritisch hinterfragen.
An dieser Stelle ist es notwendig, eine prinzipielle Überlegung anzustellen. Denn wenn mit der Berufung
auf das Recht auf freie Religionsausübung rechtsfreie Zonen religiöser Willkür geduldet werden sollen,
gibt es kein Argument mehr, mit welchem verhindert werden könnte, dass sich religiöse Gruppen bilden,
die unter Berufung auf das Mosaische Gesetz Ehebruch oder Homosexualität geächtet, oder gar mit der
Todesstrafe belegt sehen wollen. Wem dieser Gedanke zu extrem erscheint, der sollte sich darüber klar
werden, dass z.B. in den USA stets dort der Ruf nach der Todesstrafe am lautesten zu vernehmen ist,
wo im erzkonservativen sogenannten "Bibelgürtel" christliche Moral, oder was dort darunter verstanden
wird, am heftigsten gepredigt wird.
Anstatt also, wie Herr Celik es in seinem Artikel tut, das Recht in Frage zu stellen, aufgrund welchem in
unserer Gesellschaft religiöse Rituale ausschließlich in Übereinstimmung mit den geltenden Grundrechten
ausgeübt werden dürfen, sollten wir alles dafür tun, dass derartige Zustände in unserer Kultur niemals
(wieder!) geduldet werden.

Dabei wäre das Problem der Beschneidung aus religiösen Gründen im Grunde sehr einfach zu lösen, denn
entweder gilt das Recht auf Körperliche Unversehrtheit in uneingeschränkter Weise, oder es müsste eine
dem religiösen Interesse entgegenkommende Ausnahmeregelung geben, die konsequenterweise in das
Grundgesetz eingetragen wird. Wobei ich an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinweisen muss, dass es
zu den wichtigsten und kostbarsten Errungenschaften unserer Kultur gehört, dass wir in so wichtigen
Bereichen wie der Wissenschaft, Politik, Philosophie, Kunst, und ausdrücklich auch in der Jurisprudenz,
keinerlei Rücksicht auf religiöse Interessen zu nehmen brauchen.
Diese Errungenschaft darf unter keinen Umständen infrage gestellt werden!
Der zu dem Problem der Beschneidung Ende 2012 neu geschaffene Paragraph §1631d BGB lautet:
"Die Personensorge umfasst auch das Recht, in eine medizinisch nicht erforderliche Beschneidung des
nicht einsichts- und urteilsfähigen männlichen Kindes einzuwilligen, wenn diese nach den Regeln der
ärztlichen Kunst durchgeführt werden soll. Dies gilt nicht, wenn durch die Beschneidung auch unter
Berücksichtigung ihres Zwecks das Kindeswohl gefährdet wird.“

Wer aber entscheidet darüber, ob das Kindeswohl durch eine Beschneidung als nicht wieder rückgängig
zu machendes religiöses Zugehörigkeitssymbol gefährdet ist oder nicht? Da es für diese Frage weder
objektive noch rechtsverbindlich gültige Kriterien gibt, muss im Falle eines Zweifels unbedingt dem Recht
auf körperliche Unversehrtheit  Vorrang vor der Beliebigkeit religiöser Interessen gegeben werden, da es
letztlich, wie bereits erwähnt, um die Bewahrung sehr wichtiger Grundwerte unserer Kultur geht.
Wir bräuchten dringend eine ausführliche Grundsatzdebatte darüber, ob es in einem säkularen Staat,
der sich zudem zur weltanschaulichen Neutralität verpflichtet hat, zulässig sein darf, dass Kinder vor der
sogenannten Religionsmündigkeit fest in religiöse Gemeinschaften integriert werden dürfen oder nicht.
Dies soll selbstverständlich keinesfalls bedeuten, dass Eltern untersagt werden soll, ihren Kindern eine
ihren religiösen Überzeugungen entsprechende Erziehung angedeihen zu lassen. Sehr wohl aber sollte
der Staat durch entsprechend zu formulierende Regelungen sehr sorgfältig darauf achten, dass Kinder
bereits mit dem Eintritt in den Kindergarten, spätestens aber ab der Grundschule, in keinster Weise der
dort vielerorts nach wie vor fleißig praktizierten "religiösen Erziehung" ausgesetzt sein dürfen. Es stellt
einen unhaltbaren Zustand, dass es in Deutschland immer noch in vielen Regionen einen konfessionell
gespaltenen und zudem mit hohem Aufwand staatlich geförderten Religionsunterricht gibt.
Was wir dringend bräuchten wäre ein Schulfach, in welchem junge Menschen weltanschaulich neutral
über die verschiedenen religiösen Strömungen und ihre historischen Hintergründe aufgeklärt, sowie in
ihrer Fähigkeit zum eigenständigen Denken gefördert werden, so dass sie in die Lage kommen, auf der
Basis objektiver Fakten selber darüber zu entscheiden, ob sie einer Religionsgemeinschaft zugehörig sein
möchten oder nicht.

Daran anknüpfend muss ich ein weiteres Grundübel erwähnen, das dringend einer Änderung bedarf. Wie
ist es in einem säkularen Staat, in einer vermeintlich aufgeklärten Kultur, möglich, dass Kinder nach wie
vor entsprechend der Religionszugehörigkeit ihrer Eltern offiziell zur Evangelischen oder Katholischen Kirche
zugehörig erklärt werden dürfen, so dass sie, falls sie diese Zugehörigkeit ablehnen, kraft eines formalen
und zudem gebührenpflichtigen Verwaltungsaktes aus einer kirchlichen Institution austreten müssen, in
welche sie nicht selber eingetreten sind? (Das Problem des Einzugs der Kirchensteuer durch den Staat
unter der Voraussetzung einer verfassungsrechtlich verankerten Trennung von Staat und Kirche sei nur
am Rande erwähnt.)
In diesem Zusammenhang bin ich dem britischen Evolutionsbiologen Richard Dawkins sehr dankbar, der
mehrfach und mit großem Nachdruck betont hat, dass es keine christlichen, jüdischen oder muslimischen
Kinder gibt! Was es gibt sind Kinder, die von Geburt an systematisch in eine bestimmte religiöse Identität
hinein erzogen werden, obwohl sie frühestens etwa ab dem 15. Lebensjahr langsam beginnen können, die
Bedeutung einer religiösen Zugehörigkeit intellektuell zu erfassen.
Es wäre die unbedingte Pflicht des Staates, über den Schulunterricht eine Art säkulares Korrektiv
anzubieten, um jedem jungen Menschen durch sachliche Aufklärung eine geistige Grundlage wachsender
religiöser Mündigkeit und größtmöglicher eigenständiger Entscheidungsfähigkeit zu ermöglichen.

Um aber abschließend noch einmal auf das Problem der Beschneidung zurück zu kommen, halte ich es
für notwendig und auch zumutbar, dass vor allem Angehörige des jüdischen Glaubens über die offenbar
nur sehr unzureichend reflektierten Grundlagen ihrer religiösen Identität nachdenken, indem sie sich etwa
fragen, ob die Beschneidung als sichtbares Zeichen des vermeintlichen Bundes des jüdischen Volkes mit
Gott in alle Ewigkeit weitergetragen werden soll.
Gewiss könnte man über die rein theologisch-religiöse Argumentationsebene hinaus sozialpsychologisch
argumentieren, indem man betont, dass Gruppenidentität sich wesentlich über den Faktor der Tradition
stabilisiert. Dieser Einwand wäre sogar vollkommen berechtigt, allerdings stellt die Beschneidung lediglich
eines von vielen tradierten religiösen Ritualen dar; ganz sicher würde dem Judentum keinerlei Schaden
zugefügt, wenn praktizierende Juden zumindest dazu übergehen würden, die Beschneidung erst mit dem
Erreichen der Religionsmündigkeit vorzunehmen, so dass die betroffenen Jungen wenigstens die Chance
erhalten würden, ihre Zustimmung zu erteilen, oder eben auch nicht.
Auf diese Weise könnte man jedem möglichen Konflikt mit der Rechtsprechung sehr elegant aus dem
Wege gehen. Es geht darüber hinaus aber auch um die sehr wichtige Frage, wer eigentlich auf welcher
Grundlage darüber entscheidet, welche Elemente der alttestamentarischen Überlieferung aus humaner
Sicht praktiziert werden dürfen, und welche nicht.
Bekanntlich enthält das Mosaische Gesetz viele Vorschriften, die mit unserer Vorstellung von Humanität
und Menschenrechten in keinster Weise in Übereinstimmung gebracht werden können. Wenn also nur ein
kleiner Teil der uralten Überlieferung in die bis heute erhaltene Tradition eingeflossen ist, warum sollte sie
nicht an einer sehr umstrittenen Stelle modifiziert werden?
Objektiv betrachtet gibt es kein theologisches Argument, welches dagegen spräche.

Inhalt


Von einigen Folgen des "magischen Denkens" - Ein Wuppertaler Mordprozess als Beispiel

Am 17. Oktober 2012 wurde in Wuppertal Barmen ein Juweliergeschäft von zwei Männern überfallen,
wobei eine Verkäuferin durch zwei Pistolenschüsse getötet, eine weitere lebensgefährlich verletzt
wurde. Beide Täter wurden nach ihrer Flucht gefasst, es handelt sich um zwei aus Montenegro
stammende Männer im Alter von 22 u. 39 Jahren.
Eigentlich sollte die Nationalität dieser beiden Männer keine besondere Erwähnung finden, alleine
schon um möglichen etwaigen fremdenfeindlichen Ressentiments vorzubeugen. Andererseits ist
dieser Hinweis womöglich sehr entscheidend für das von den Tätern vorgelegte Tatmotiv. Bei dem
in der zurückliegenden Woche ersten Verhandlungstag dieses Mordprozesses ließ der jüngere der
beiden Täter von seinem Rechtsanwalt eine geradezu unfassbare Erklärung verlesen. Darin war u.a.
zu vernehmen, dass die beiden Täter Geld benötigten, damit einer von ihnen seiner kranken Frau
helfen könne. Nun könnte man trotz der Entsetzlichkeit des begangenen Verbrechens an dieser
Stelle kurz innehalten und sich fragen, ob es womöglich bei einer möglichst sachlichen Betrachtung
so etwas wie eine zu berücksichtigende tragische Entwicklung im Hintergrund der Tat geben könne.
Was dann aber als konkreter Hintergrund verlesen wurde, ist an Ungeheuerlichkeit kaum noch zu
steigern. Denn, so steht es wörtlich in der verlesenen Erklärung, die Frau des einen Angeklagten sei
"mit Magie beworfen worden" und seitdem "verrückt". Des weiteren heißt es, man habe "überall im
Haus nach der Magie gesucht, sie aber nicht gefunden."
Deshalb habe man "einen Zauberer gebraucht, der die Magie von ihr (der Ehefrau) nimmt." Dafür
habe der Täter Geld gebraucht, um den Zauberer zu bezahlen. Für den anderen Täter, bei dem es
sich um einen Cousin handelt, sei es, so wörtlich, "eine Frage der Familienehre gewesen", bei dem
Überfall zu helfen. So verabredeten die beiden Täter sich, um nach Wuppertal zu fahren, wo einer
der beiden 14 Jahre lang gelebt hatte.
Dort besorgten sie sich der Erklärung nach in Elberfeld zunächst Drogen ("Wir nehmen beide Heroin,
Kokain und Haschisch"
) und fuhren nach Barmen, um das Juweliergeschäft zu überfallen. Wie soll
man eine solch groteske Erklärung kommentieren? Zunächst könnte man sagen, dass es natürlich
auch heute noch Kulturen auf der Welt gibt, in denen das magische Denken stark verwurzelt ist;
wir sind global betrachtet sehr weit davon entfernt, den Glauben an böse Geister und Dämonen
und anderen Unfug vollständig überwunden zu haben.
Andererseits lebten die beiden Täter immerhin seit vielen Jahren in unserer westlichen und zumindest
weitestgehend aufgeklärten Kultur, so dass sie mit vernunftgelenktem Denken zumindest in Kontakt
gekommen sein müssen. Demgegenüber kann nicht ausgeschlossen werden, dass der offenkundig
sehr fleißig gepflegte Drogenkonsum der beiden Täter die psychotische Dimension des magischen
Denkens verstärkt haben könnte.
Wie aber soll ein deutsches Gericht mit einer solchen Erklärung
umgehen?

Sicher scheint mir zu sein, dass Menschen, die aus solchen Motiven heraus eine Gefährdung für
andere Menschen oder sich selber darstellen, selbstverständlich umgehend in die geschlossene
Psychiatrie eingewiesen werden müssen. Sollte es aber so sein, was ich durchaus für möglich halte,
dass die verlesene Erklärung nur erfunden wurde, um möglicherweise aufgrund einer durch den
Drogenkonsum verursachten zumindest zeitweisen Unzurechnungsfähigkeit auf so etwas wie
verminderte Schuldfähigkeit  zu plädieren, gehören meiner Meinung nach sämtliche an einer solchen
Erklärung Beteiligten ebenfalls umgehend in psychiatrische Behandlung.
Wie auch immer man die
psychische Befindlichkeit der beiden Täter grundsätzlich und speziell während des Tatherganges
nun beurteilen mag, den Opfern dieses Überfalls und deren Angehörigen ist damit in keinster Weise
geholfen, ganz im Gegenteil sogar.
Für Opfer eines Verbrechens kann es sich langfristig unter Umständen ein Stück weit entlastend
auswirken, wenn ein echter tragischer Hintergrund einer Tat erkennbar wird, wo ein Täter selber
sozusagen als das Opfer dieser tragischen Umstände erscheint. Allerdings vermag ich mir kaum
vorzustellen, wie das möglich sein soll, wenn scheinbar ernsthaft von mit "Magie beworfenen"
Frauen und "Zauberern" die Rede ist.
Darüber hinaus sollte man denken, wenn schon so hochtrabend von angeblicher "Familienehre" die
Rede ist, ob es nicht Ausdruck einer solchen sein könnte, auf den regelmäßigen Konsum von Drogen
und vor allem den Ankauf von Schusswaffen zu verzichten, um der Frau von dem so eingesparten
Geld hilfreich zur Seite zu stehen. Und dann möglichst nicht durch einen vermeintlichem "Zauberer",
sondern wohl eher mit einer seriösen psychologischen oder psychiatrischen Behandlung.

Es wird, um über den Rahmen dieses Wuppertaler Mordprozesses hinauszugehen, allerdings deutlich,
wie wichtig es ist, das magische Denken generell zu überwinden. Wie weit wir davon auch in unserer
Kultur noch entfernt sind, wird besonders deutlich, wenn man immer wieder erstaunt zur Kenntnis
nehmen muss, mit welch großer Ernsthaftigkeit und scheinbarer Selbstverständlichkeit nach wie vor
innerhalb der christlich sich gebenden Kirchen, vornehmlich natürlich der Katholischen, vom angeblich
"Heiligen Geist" die Rede ist.
Wird das magische Denken, konkret der Glaube an Geister, wirklich dadurch besser, wenn es sich um
vermeintlich "Heilige Geister" handelt? Wie auch immer man diese aberwitzige theologische Konstruktion
innerkirchlich bewerten mag, sie führt wohl kaum dazu, ein kulturelles Klima zu erzeugen, in welchem
dem grotesken Aberglauben, welcher dem magischen Denken zugrunde liegt, der Nährboden dauerhaft
entzogen werden kann.
Noch schlimmer wird dieser Tatbestand dadurch, dass Ex-Papst Ratzinger in seiner unnachahmlichen
Borniertheit im September 2005 die Teilnehmer des "Nationalkongresses der italienischen Exorzisten"
dazu aufforderte, "mit ihrem wertvollen Dienst an der Kirche fortzufahren".
Auf seine Weise konsequent, ließ Ratzinger dementsprechend in der Folge rund 3000 neue Exorzisten
ausbilden. Wie eigentlich ist es um die geistige Verfassung unserer Kultur bestellt, wenn Menschen,
die ein solches erkennbar falsches Welt- und Menschenbild pflegen, nicht nur zu Päpsten gewählt,
sondern auch hier in Deutschland vielfach mit vollkommen unreflektierter Verehrung bedacht werden
können? Und nochmals schlimmer fällt die Diagnose aus, wenn man ernüchtert zur Kenntnis nehmen
muss, dass kein allgemeiner medialer Aufschrei erfolgte, als der neue Papst im März 2013 in seiner
ersten Messe in der Sixtinischen Kapelle freimütig erklärte, dass, "wer nicht zu Christus betet, dem
Teufel Wirklichkeit verleihen würde"
.

Das sind nicht gerade Paradebeispiele für ein aufgeklärtes Welt- und Menschenbild, welches uns
von den Oberhäuptern der Katholischen Kirche und ihren willfährigen Claqueuren präsentiert wird.
Selbstverständlich behaupte ich nicht, dass das so emsig propagierte falsche Menschenbild der
Kirche unmittelbar für derartige Verbrechen mitverantwortlich gemacht werden kann, wie sie in dem
eingangs erwähnten Wuppertaler Mordprozess verhandelt werden, dieses wäre sicherlich eine völlig
überzogene Schlussfolgerung. Allerdings nur im Bezug zu unserer Kultur! Denn wenn wir den Blick
nach Nigeria oder andere Regionen in Südafrika richten, müssen wir seit vielen Jahren erschüttert
zur Kenntnis nehmen, wie von Pfingstkirchen, christlichen Heils- und Freikirchen, charismatischen
Erweckungs- und Erneuerungsbewegungen, aber auch von islamisch und islamistisch motivierten
Glaubensbewegungen, Exorzismen und sogenannte Heilungsriten praktizieren, wobei verstärkt als
Hexen verfolgte Frauen und als von Dämonen besessene Kinder als Opfer solcher Maßnahmen nicht
selten zu Tode gefoltert werden.

Sollte es angesichts solch abscheulicher Erscheinungen der immerhin größten und einflussreichsten
Kirche der Welt nicht ein sehr wichtiges Anliegen sein, mit aller Energie dagegen vorzugehen?
Warum aber gerade dies nicht geschieht, liegt auf der Hand, denn wenn die Katholische Kirche sich
uneingeschränkt dem aufgeklärten Denken öffnen würde, das darin liegt, dass es keine bösen oder
dämonischen Kräfte gibt, die aus einer über- oder ausserweltlichen Dimension, der Sphäre des Teufels
also, von den Menschen Besitz ergreifen können, würde sie eines ihrer ursprünglichsten theologischen
Fundamente aufgeben müssen. Das wirklich Schlimme aber liegt in der einfachen Erkenntnis, dass dies
seit dem Beginn des Zeitalters der Aufklärung, spätestens aber mit dem Aufkommen der Psychoanalyse
zu Beginn des 20. Jhs., längst hätte geschehen müssen!

Wie also ist es möglich, dass unsere vermeintlich aufgeklärte westliche Kultur eine kirchliche Institution
duldet und mit sehr aufwändigen staatlichen Leistungen sogar aktiv fördert, die ein erkennbar falsches
Welt- und Menschenbild nach wie vor pflegt und propagiert?

Diese Frage soll den Abschluss dieser Bemerkung markieren. Denn um einem Fortschreiten, oder gar
einem Neuaufkommen des magischen Denkens in unserer Kultur entgegen zu wirken, müssen wir uns
auf allen Ebenen darum bemühen, dass sich als einzig wirksames Gegenmittel ein vernunftbegründetes
aufgeklärtes Denken etablieren kann.
Weder kirchliche Institution, noch esoterisch angehauchte Gemeinschaften sollten es sich anmaßen
dürfen, ein solches geistig fortschrittliches Denken aus ideologischen Gründen zu untergraben.

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Leserbrief zum Thema Stadtmarketing und Theaterpädagogik

Wuppertal macht was anders? Von wegen!
Einerseits war zu lesen, dass für das vermeintliche Stadtentwicklungsprojekt "Wuppertal 2025",
welches bereits vollkommen sinnlos über 200000 Euro verschluckt hat, zwölf konkrete Projekte
aus den Bereichen Wohnen, Wirtschaft, Kultur und Öffentliches Leben benannt werden sollen.
Andererseits muss man ungläubig und erschüttert zur Kenntnis nehmen, dass die so wertvolle
Arbeit der Theaterpädagogen Miriam Rösch und Markus Höller beendet wird.
Möglicherweise also hat Wuppertal gar kein Imageproblem, wie Brigitte Fuchs, die findige
Geschäftsführerin der Düsseldorfer Agentur Scholz & Friends vor einer Weile verlauten ließ.
Womöglich muss man einfach nur die Dinge, die gerade aktuell anstehen, konstruktiv angehen.
Aber dann würde man in Wuppertal womöglich etwas anders machen, als woanders!
Das aber ist offenbar, ganz entgegen dem vollkommen nichtssagenden Slogan zum Wuppertaler
Stadtmarketingprojekt, ausdrücklich nicht gewollt. Wie wäre es, wenn man den tatsächlich
identitätsfördernden Slogan der gleichnamigen WSW-Kampagne "Wir wuppen das" für das
Marketingprojekt 2025 übernommen, und die bisher verschleuderten 200000 Euro in bereits
bestehende sinnvolle und wichtige Kulturprojekte investiert hätte?
Aber nein, die Wuppertaler Bühnen werden sich von ihren beiden Theaterpädagogen trennen,
andererseits werden die Bürger aufgefordert, sich an einer Ideensammlung zu beteiligen, aus
welcher u.a. zukünftig zu fördernde Projekte aus dem Kulturbereich erarbeitet werden sollen...

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Auf ein Wort: Leserbrief zu Ratzingers Rücktritt

Dieser Leserbrief ist als Reaktion auf  diesen Beitrag  in leicht gekürzter Form in der Wuppertaler
Rundschau v. 23.02.2013 veröffentlicht worden; es fehlen dort der erste Satz und meine
Bemerkung zu Ratzingers Jesusbüchern:

Dass Herr Kurth in seiner Bemerkung zum Rücktritt des Papstes keinerlei kritische Distanz erkennen
lässt, ist zwar schade, aber nicht verwunderlich. Anmerken sollte man bei der Formulierung einiger
Gegenakzente zunächst, dass Herr Ratzinger als Papst gewiss der (Amts-) Kirche, viel weniger
allerdings den Menschen, ganz sicher aber nicht Christus gedient hat.
Was hat der Jesus der Verkündigung mit dem riesig aufgeblähten kirchlichen Beamtenapparat zu
tun, welcher die Kirche gerader unter Papst Benedikt stets rückwärtsgerichtet, wissenschaftsfern,
aufklärungsfeindlich und in grober Missachtung wichtiger gesellschaftlicher Errungenschaften, wie
etwa der Gleichberechtigung und der sexuellen Selbstbestimmung von Mann und Frau, in vorkonziliare
Zeiten zurückführen möchte?

Was sich demgegenüber allerdings positiv mit Ratzingers Rücktritt verbinden lässt, ist die Erkenntnis,
dass der bittere Kelch der sogenannten "benedettinischen Wende", Josef Ratzingers erklärter Kampf
gegen eine pluralistische Gesellschaft und die von ihm als solche bezeichnete "Diktatur des Relativismus"
also, nun wohl doch endgültig an uns vorüber gegangen ist. Darüber hinaus erscheint mir das von Herrn
Kurth erwähnte Werk über Jesus v. Nazareth nicht sonderlich lesenswert, denn ich habe den Eindruck,
als sei sowohl Albert Schweitzers "Leben Jesu Forschung" als auch die gesamte historisch-kritische
Exegese fast vollständig an Ratzinger vorbei gegangen, da er der sogenannten "kanonischen Exegese"
als hermeneutischen Schlüssel zur Erschließung biblischer Texte ausdrücklich den Vorzug gibt.

Bedenklich erscheint mir zudem Herrn Kurths Bemerkung, dass es bei der nun anstehenden Papstwahl
nicht "ohne den Heiligen Geist" gehen würde, offenbart sie doch, dass das magische Denken innerkirchlich
nach wie vor nicht überwunden werden soll. In Wirklichkeit allerdings kommt es demgegenüber wohl eher
darauf an, wie viel Druck der Opus Dei Orden auf das Konklave auszuüben imstande sein wird, ohne dessen
enormen Einfluss Herr Ratzinger vermutlich niemals Papst geworden wäre. Wer auch immer der nächste
Papst sein wird, eine neues Aggiornamento, wie es von Johannes XXIII angedacht worden war, wird man
kaum erwarten dürfen.

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Gott im Gehirn?

Antwort auf einen Artikel des Wuppertaler Pastoralreferenten Dr. Werner Kleine im Blog der
Katholischen Citykirche mit dem Titel:

"Gott - mehr als nur bunte Bildchen im menschlichen Gehirn"

Dass die Neurobiologie sich intensiv mit der Frage nach Gott beschäftigt, ist einerseits sehr
interessant, andererseits aber wird man auf diese Weise niemals zu endgültigen Ergebnissen
kommen, das ist meine Überzeugung als Laie. Was im Text nur angedeutet wurde, sollte etwas
genauer betrachtet werden, denn natürlich können Hirnforscher mit den entsprechenden Verfahren
abbilden, was in der Physiologie oder im Stoffwechsel des Gehirns geschieht, wenn ein Mensch betet
oder meditiert.
Welche Bedeutung aber Meditation und Gebet für einen Menschen haben, liegt prinzipiell außerhalb
aller naturwissenschaftlicher Beobachtbarkeit. Ob ein religiös gläubiger Mensch aus seinem Glauben
etwa ethische oder moralische Überzeugungen ableitet, oder mit welchen Identifikationen sich der
Glaube an Gott verbindet, das alles lässt sich nicht mit bildgebenden Verfahren abbilden, oder aus
der Analyse des Hirnstoffwechsels ablesen. Gewiss, es gibt sicherlich keinen Weg zurück zum
klassischen Dualismus, der es für möglich hält, dass Geist unabhängig von Materie existieren könnte,
aber dennoch bleibt es ein erstaunliches Phänomen, dass geistige Tätigkeit auf die Materie zurückwirkt,
die den Geist hervorbringt.

Für die Naturwissenschaft ist das Problem der Qualia bis heute ungelöst und wird es vermutlich auch
immer bleiben. Mit Qualia sind die rein subjektiven Erlebnisgehalte von Wahrnehmungen und Empfindungen
gemeint, der absolute Unterschied zwischen objektiv Nachweisbarem und subjektiv Empfundenem also.
Natürlich können wir im Labor abbilden, was im Gehirn rein physiologisch geschieht, wenn ein Mensch
Freude oder Leid erlebt, aber wie sich Freude und Leid rein subjektiv für einen Einzelnen anfühlen, das
lässt sich aus den Abbildungen in keinster Weise ableiten und niemand kann exakt das nachfühlen, was
der Andere empfindet, bzw. wie er es empfindet.
Die Aussage also, dass "physisch etwas geschieht, wenn ein Mensch mit Gott in Beziehung tritt", ist
sicherlich rein hirnphysiologisch richtig, allerdings ist das kein Hinweis darauf, dass Gott etwas ist, das
von Außen an den Menschen herantritt. Für mich persönlich ist Gott niemals etwas anderes, als eine Art
Erfahrungstatsache in der rein subjektiven Erlebniswirklichkeit eines einzelnen Menschen. Inwieweit aber
die innere Erlebniswirklichkeit mit der äußeren Wirklichkeit übereinstimmt ist ein großes Problem.
Und letztlich muss dieses Problem sozusagen naturgemäß ungelöst bleiben, da Gott rein wissenschaftlich
weder beweisen noch widerlegt werden kann. Es kommt also, genau betrachtet, nicht darauf an, ob es
Gott wirklich gibt, sondern was Glaube oder Unglaube für einen einzelnen Menschen bedeuten.

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Leserbriefdiskussion in der Wuppertaler Rundschau

Als Reaktion auf meinen Leserbrief  zu der Rubrik  "Auf ein Wort"  hat es eine Leserbriefdiskussion
gegeben in der  Wuppertaler Rundschau, auf welche Stadtdechant Bruno Kurth in einem 
Blog  der
Katholischen Citykirche Wuppertal mit einer 
Stellungnahme  reagiert hat.
Hier nun meine Antwort an Herrn Dr. Kurth in Form eines offenen Briefes, welcher ich auch im Blog
der Citykirche zu lesen ist:


Sehr geehrter Herr Dr. Kurth,

mit einigem Erstaunen habe ich diesen Blogeintrag entdeckt, freue mich aber darüber, dass mein
Leserbrief tatsächlich solch eine Debatte ausgelöst hat, viel mehr noch aber darüber, dass Sie
an dieser Stelle darauf eingehen. Zunächst muss generell angemerkt werden, dass ein Leserbrief
natürlich möglichst kurz formuliert werden muss, um überhaupt veröffentlicht zu werden, insofern
kann man dem äußerst komplexen Thema “Naturwissenschaft und Religion” auf diese Weise sicher
nicht gerecht werden. Sie haben sich in Ihrem obigen Beitrag auf mehrere Leserbriefe bezogen,
ich kann natürlich nur zu meinen eigenen Aussagen Stellung beziehen, was ich hiermit sehr gerne
tue.

Eine fundamentale Übereinstimmung gibt es meinerseits selbstverständlich tatsächlich, und sie
entspricht exakt meinem Plädoyer für das, was ich als “intellektuelle Redlichkeit” bezeichnet habe,
denn natürlich ist es vollkommen unmöglich, Gott mit den Mitteln der Naturwissenschaften zu
beweisen oder zu widerlegen.
Allerdings muss ich direkt eine entscheidende Ergänzung hinzufügen, denn es kommt darauf an,
was man unter dem Begriff Gott versteht, da ich die Behauptung aufstelle, dass es sich bei diesem
Begriff um einen der beliebigsten Begriffe des gesamten menschlichen Wortschatzes handelt.
Diese Behauptung ist auch sehr einfach zu begründen, da der Gottesbegriff sich mit beliebig vielen
Inhalten füllen und mit beliebig vielen Identifikationen verbinden lässt. Es ist vollkommen unmöglich,
objektive oder absolute Aussagen über Gott zu machen, insofern kann Gott niemals ein Gegenstand
einer naturwissenschaftlichen Methode sein. Etwas anders aber verhält es sich, wenn man von Gott
als dem Schöpfer der Welt spricht, und darauf bin ich in meinem Leserbrief eingegangen.
Für mich ist nicht die Frage interessant, ob ein Mensch an Gott glaubt, mich interessiert, welche
Vorstellungen sich dahinter verbergen und welche Bedeutung es für den Einzelnen hat, an Gott zu
glauben oder eben auch nicht. Um aber beim Thema Naturwissenschaft und Religion zu bleiben, so
kann man tatsächlich redlicherweise
sagen, dass sowohl die Evolutionsbiologie, als auch die Kosmologie über sehr sinnvolle Modelle und
wissenschaftliche Theorien verfügen, die keinerlei schöpfungstheologischer Ergänzung bedürfen, um
die Entstehung des Lebens oder der Welt plausibel zu begründen. Unter Ihrer Bemerkung haben Sie,
Herr Dr. Kurth, meine Website mit einigen meiner Bemerkungen verlinkt. Aus dieser Seite zitiere ich
eine Aussage des Theologen Eugen Drewermann, der in mehreren sehr umfangreichen Büchern den
Kenntnisstand sowohl der modernen Biologie, als auch der modernen Kosmologie zusammengefasst
hat:

"Das Problem ist nicht, dass wir nicht erklären können, wie lebende Strukturen sich zu bilden
vermögen, das Problem ist, dass wir nicht wissen, welche der an sich möglichen Erklärungen
zutrifft, welch einen Weg das Leben historisch wirklich genommen hat. [...] Man braucht Gott
nicht mehr, um zu erklären, warum es das Sonnensystem gibt, man braucht Gott nicht mehr,
um zu erklären, warum es das Leben auf der Erde gibt, und man braucht ihn auch nicht mehr,
um zu erklären, warum es uns Menschen gibt."

Diese Aussage hat mich sehr lange beschäftigt, und sie bestätigt nur, was tatsächlich heute
Stand der naturwissenschaftlichen Forschung ist. Natürlich aber bleibt es dabei, dass jede neue
Antwort immer neue Fragen aufwirft; dass sozusagen jedes neue Wissen den Stand unseres
Nichtwissens riesig noch erweitert. Aber ist denn die Erklärung Gott als Antwort auf prinzipiell
unbeantwortbare Fragen eine zufriedenstellende Alternative? Für mich persönlich jedenfalls nie
und nimmer.
Dann muss ich noch eingehen auf eine meiner Aussagen aus meinem zweiten Leserbrief aus der
Diskussion in der Wuppertaler Rundschau, dort habe ich geschrieben:

"Es ist enorm wichtig, dass vor allem jungen Menschen ein möglichst realistischer und an
nachweisbaren Fakten orientierter Zugang zur Wirklichkeit ermöglicht wird."

Diese Bemerkung bezieht sich selbstverständlich nur auf den Bereich der Naturwissenschaften,
da ich seit vielen Jahren mit großer Sorge immer wieder mitbekomme, was in Kreisen sogenannter
"Kreationisten" und Anhängern des "Intelligent Design" geglaubt und auch in Deutschland in immer
mehr Privatschulen neben dem Biologieunterricht gelehrt wird. Speziell für die Katholische Kirche ist
dieses Thema nicht ganz einfach, da sie sich einerseits in einigen offiziellen Verlautbarungen von
dem Gedankengut derartiger Kreise distanziert, andererseits aber ihre eigene Vorstellung von der
sogenannten “reinen Schöpfungslehre” (siehe Weltkatechismus) nicht aufgeben möchte.
Ich verweise zur Verdeutlichung auf einen Artikel von Christoph Kardinal Schönborn, der im Juli 2005
unter dem Titel 
"Keine Evolution durch blinden Zufall!"  in der New York Times erschienen ist.

An dieser Stelle ist sicher kein Raum für einen naturwissenschaftlichen Exkurs, aber der Aspekt des
Zufalls in der Evolution sollte zumindest soweit verstanden werden, dass er nicht besagt, dass es in
der Natur Entwicklungen gibt, die keine Ursache und keinen Sinn haben, wohl aber solche, die keiner
höheren Absicht folgen und deren Ziele erst mit ihrer evolutiv notwendigen Zielsetzung entstehen;
diese Zielsetzungen aber lassen sich nicht plausibel mit einem Schöpfungsplan in Zusammenhang
bringen. Abschließend weise ich darauf hin, dass es ausdrücklich zur naturwissenschaftlichen Methode
gehört, Verfahren anzubieten, mit denen Hypothesen und Theorien überprüft, also entweder bestätigt,
ergänzt oder widerlegt werden können. Nur die Religion nimmt für sich in Anspruch, über ewige und
unverhandelbare Wahrheiten zu verfügen, wenn sie in vermeintlich "heiligen Schriften" dargelegt wurden,
das halte ich für äußerst problematisch.

Wie auch immer, jedenfalls freue ich mich über jeden Dialog über derartige Fragen und Themen, denn
wenn es Wahrheiten über das menschliche Dasein, oder über die Tatsache der Welt gibt, erkennen wir
sie nur über einen offenen Dialog, das ist meine Überzeugung.

Es grüßt Sie freundlich aus Barmen, Volker Brokop

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